Persönlich
Norddeutsch, technikbegeistert und leidenschaftlich für die Freiheit
Im Jahr 1974 ist Sebastian Blumenthal in Bergen auf Rügen in der damaligen DDR geboren. Bereits vor der Wende verließ die Familie über den Weg der sogenannten "ständigen Ausreise" die DDR und siedelte nach Kiel über, wo er seitdem lebt. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Kommunikationselektriker und studierte anschließend Multimedia Production. Während seines Studiums absolvierte er einen Auslandsaufenthalt in Barcelona. Bereits im Alter von 16 Jahren trat Blumenthal in die FDP ein und engagierte sich in der Partei, bei den Liberalen Schülern und den Jungen Liberalen. Trotz seiner oftmals zeitintensiven Tätigkeit als IT-Berater blieb Blumenthal seiner Leidenschaft für die Freiheit und den organisierten Liberalismus treu und zog auf Listenplatz 3 im Jahr 2009 erstmals in den Deutschen Bundestag ein.
Einen ausführlichen Lebenslauf im pdf-Format finden Sie hier.
Fragen an Sebastian Blumenthal:
Warum sind Sie politisch aktiv?:
Ich möchte es nicht anderen überlassen, die politischen Rahmenbedingungen für mein Leben zu gestalten, sondern selbst einen Beitrag dazu leisten.
Warum ausgerechnet die FDP?
Ich habe bis zu meinem 14. Lebensjahr in der DDR in einem System der Unfreiheit und ohne wirkliche Demokratie oder Meinungsfreiheit gelebt, bin dann 1989 vor Ende des Regimes mit meiner Familie ausgereist und für mich war damals klar, dass ich mich für Selbstbestimmung, Toleranz und persönliche Freiheit einsetzen werde - dazu bekennt sich die FDP wie keine andere Partei in Deutschland.
Warum wollten Sie in den Bundestag?
Es waren immer Themen mit direktem Bezug zur Bundesebene wie z.B. Bürger- und Freiheitsrechte. Dafür habe ich mich seit meinem 17. Lebensjahr politisch aktiv eingesetzt und der Bundestag ist dafür genau der richtige Ort im Parlament.
Junge Menschen sollten sich politisch engagieren, weil…
…Freiheit und Demokratie kein Selbstverständnis sind, auch nicht in unserer heutigen Zeit.
Ihr bisher prägendstes Erlebnis im Deutschen Bundestag?
Die Gedenkstunde im Bundestag für die Opfer des Holocaust und des NS Regimes- die bewegenden Ansprachen der Überlebenden werde ich nicht vergessen.
Am Berliner Politik Betrieb nervt:
Mir erscheint es immer chronisch hektisch dort - auch außerhalb der Euro-Debatten, der ständige Zeitdruck nervt - oftmals ist dies völlig unnötig oder verhindert das Nachdenken über bessere Lösungsmöglichkeiten.
Haben Sie Vorbilder?
Ich eifere nicht bestimmten Personen nach, mich beeindrucken Menschen mit innerer Überzeugung und politischer Leidenschaft sowie Geradlinigkeit.
Der perfekter Tag ohne Politik?
Eine Nacht mit ausreichend Schlaf, ein ausgiebiges Frühstück und einfach mal keinen Terminplan zu haben, sondern sich treiben zu lassen - egal was der Tag bringt.
Ihr wichtigstes politisches Ziel?
Wichtigstes Ziel ist es für mich, dass die Menschen ihr Leben selbstbestimmt und nach eigener Entscheidung leben können, ohne in einem Geflecht an staatlichen Verordnungen und Vorgaben für korrektes Denken und Handeln zu ersticken.
Wobei können Sie am besten Abschalten?
Ein Spaziergang am Meer - natürlich an einem Strand in Schleswig-Holstein!
Ihr Lieblingsgericht?
Fisch in allen Variationen
FAZ oder Titanic?
Beide - Informationen und Humor, ich suche beides.
Bier oder Wein?
Pils!
Rote Grütze oder Tiramisu?
Lieber ein Espresso und Schnaps nach einem guten Essen.
Iphone oder Blackberry?
Iphone
Nirvana oder REM?
Beide - Hauptsache mit Gitarre und wenig Elektro.
Cola oder Bionade?
Beides zu süß!
Ihr Lebensmotto?
Du bist nicht auf dieser Welt, um die Erwartungen der anderen zu erfüllen.
Die größte Tugend?
Gelassenheit und Aufrichtigkeit.
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Stefan Zweig, Bernhard Schlink
Worüber können Sie herzlich lachen?
Trockener und subtiler Humor - das mag ich!
